Selbst-Projekt

Beendigung des Selbstversuches: Leben mit Plastik

Nach 2 Wochen


 Nach Beendigung des Selbstversuches, den Tagesablauf weiterhin so zu führen, dass man nicht auf den Plastikverbrauch achtet, kamen folgende Ergebnisse zu stande:









Nach einer Woche


In folgende dessen, das wir neue Möbel bekamen, waren es 1 1/2 gelbe Säcke mehr als normal. Um diese Anzahl von vier gelber Säcken innerhalb von zwei Wochen vergleichen zu können, nochmal die Anzahl der gelben Säcke innerhalb einer Woche. Jedoch variiert diese Zahl zwischen einem und zwei gelben Säcken pro Woche.

 

 





Was nach zwei Wochen übrig bleibt

Zuerst einmal das was man sieht:
Ein fast voller Gelber Sack ist immerhin zusammengekommen, totz dem Ziel weniger zu verbrauchen.
Dieser setzt sich vor allen Dingen aus  Nudel-, Müsli-, (Frisch-)Käse-, Butter- und Wurstverpackungen zusammen. Außerdem noch einige wenige Plastikverpackungen von Lebensmitteln, die zu Beginn unseres Experiments noch im Kühlschrank waren. Dabei wurde der Verpackungsmüll von Käse- und Wurstartikeln stark dadurch reduziert, dass diese Lebensmittel in größeren Stücken und nicht in einzelnen Scheiben abgepackt gekauft worden sind. Noch weniger Plastikmüll würde man wahrscheinlich produzieren, wenn man die Zeit hat Produkte wie Spaghetti und Müsli selbst zu machen. Dies haben wir mit Keksen ausprobiert und waren davon sehr begeistert, da der Aufwand nicht so hoch war und man Verpackungsmüll spart, wenn man diese selber macht, anstatt sie zu kaufen.


Auf der anderen Seite sind natürlich noch die ideellen Werte, die man aus diesem Selbstprojekt mitnimmt. Man lernt zu hinterfragen, was wirklich sein muss und was nur vordergründlich so erscheint als müsse es wirklich sein. Man lernt kreativ Alternativen zu finden. Dadurch, dass man frische Lebensmittel Fertigprodukten vorzieht, lernt man was Qualität bedeutet. Und durch das Kochen und Backen mit der Familie gewinnt man auch ein Stück Lebensqualität dazu.

Zwischenfazit 7 Tage ohne Plastik?!

Nach einer Woche ohne Plastik werden einem besonders die Grenzen dieses Projektes ersichtlich. Man wird immer wieder vor neue Probleme gestellt und auch die Grauzonen werden sichtbarer: Es sind immer noch abgepackte Lebensmittel vorhanden, die den Selbstversuch verfälschen könnten, die man aber (z.B. aufgrund des Mindesthaltbarkeitsdatums) aufbrauchen sollte. Oder dass es  keine Butter ohne Verpackung, die später in den Gelben-Sack-Müll wandert, gibt. Müssten wir deswegen jetzt zum Bauern fahren und unsere Butter selber herstellen? Oder können wir einfach mit gutem Gewissen die herkömmliche Butter kaufen und das Butterpapier noch zum Einfetten von Backformen nutzen, sodass es eine Verwendung bekommt und nicht nur ein Abfallprodukt ist? Auch Spaghetti oder Nudeln im Allgemeinen sind nicht ohne Plastikverpackung zu bekommen. Die Alternative ist Nudeln selbst herzustellen. Auf jeden Fall eine Aufgabe zum Ausprobieren. Aber wenn es  ungefähr dreimal die Woche Nudeln gibt ist das doch sehr umständlich. Ein anderes Problem ist, dass mein Bruder unzufrieden mit der neuen Milch aus Glasflaschen ist. Nicht wegen der neuen Verpackung, sondern weil diese nicht homogenisiert ist, d.h. dass ein Aufrahmen der Milch möglich  wird. Der Prozess der Homogenisierung soll zu gesundheitlichen Risiken besonders in Hinblick auf Allergien führen (http://www.utopia.de/blog/fair-fashion/milch-aber-bitte-nicht-homogenisiert), wenn man allerdings an eine Milch ohne Rahm gewöhnt ist, fällt es anscheinend schwer die kleinen Klümpchen zu genießen.  

Aber der Selbstversuch lohnt sich auf jeden Fall, denn man beginnt ernsthaft alte Muster zu überdenken und auch mal kreativ über neue Lösungen nachzudenken.

Das Gemüseabo – eine wahre Wunderkiste für ein plastikfreies Leben


Das Gemüseabo GmbH aus Dörverden  ist ein seit 17 Jahren bestehender Familienbetrieb, der  Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau direkt ins Haus liefert. Welche Lebensmittel gewünscht sind, kann man zuvor auf der Homepage www.gemueseabo.com auswählen. Ausgeliefert wird immer an einem festen Tag, bei uns in Visselhövede ist dies beispielsweise der Donnerstag. 

„Wir versuchen (…) möglichst wenig Verpackungsmüll zu erzeugen“, so Geschäftsführer Walter Franzmeier in einer E-Mail an unsere Projektgruppe. Und das wird uns jeden Donnerstag gezeigt: Das Obst und Gemüse wird unverpackt in einer Kiste geliefert, die bei der nächsten Lieferung wieder mitgenommen wird. Auch die Milchflaschen und die Kiste, in der Käse verpackt ist,  werden nach einer Woche zurückgegeben.  Die Verringerung des Verpackungsmülls klappe sehr gut mit Bauern und Gärtnern aus der Region, bei Produkten aus dem Großhandel aber leider weniger, so Franzmeier weiter.

Für unser Selbstexperiment ist der Lieferservice aber eine gern genommene Hilfe und da man im Internet selbst entscheiden kann  welche Produkte man bestellt, kann man gut darauf achten, woher die Lebensmittel kommen und sieht schon durch die Bilder in der Produktbeschreibung wie diese verpackt sind. Dadurch kann man durch bewusste Auswahl der Lebensmittel viel Verpackungsmüll sparen.

Der erste „plastikfreie“ Einkauf im Biosupermarkt

 

Unsere erste Ausbeute war gar nicht so schlecht. 
An Obst und Gemüse bekommt man eigentlich alles unverpackt. Was ein bisschen gestört hat war, dass es selbst im Biosupermarkt keine Alternative (wie Papiertüten) zu den Plastiktüten gab, worin man Obst und Gemüse einpacken könnte. Hier muss man sich also von Zuhause seine eigene Tüte oder seinen Jutesack mitbringen. 
Beim Müsli gibt es keine große Auswahl, nur eine Marke hat drei verschiedene Müslisorten in einer Papiertüte mit kleinem Plastikfenster. Da werden wir auf jeden Fall mal ausprobieren, ob man sich das nicht auch selber machen kann. 
Auf viele Nudelarten muss man auch verzichten, da es Spaghetti und Co. nur in der Plastikverpackung gibt (vielleicht werden wir die demnächst auch selber machen). 
Dafür haben wir aber verschiedene Wurstaufstriche im Glas gefunden, die wohl vorerst die Mortadella ersetzen werden. Kaffee gibt es leider auch im Biomarkt nur in Plastikverpackungen, da werden wir wohl eine Ausnahme machen müssen. Wir hatten gehofft, dass die Geschirrspültabs von „SODASAN“ ohne Plastikverpackung oder mit auflösender Verpackung sind, wurden in dem Fall aber leider enttäuscht.
Was uns aber sehr gefallen hat war, dass es eine kleine Ecke mit umweltfreundlichem Backpapier, Alufolie, kompostierbaren Bioabfallmüllbeuteln und „Sandwich und Snackbeuteln“ gab.
Unsere Einkauf war mit etwas über 100€ vielleicht nicht unbedingt günstig, dafür aber auf jeden Fall (mit ein paar ganz kleinen Ausnahmen) ohne Plastikverpackung!

Leben ohne Plastik: Vorbereitung

 

Verpackungen aus Kunststoff werden
zukünftig durch Alternativen ersetzt

Wir bereiten dieses Experiment vor, indem wir zunächst einmal einen Blick in den Kühlschrank und in den Gelben Sack werfen, danach werden geeignete Alternativen im Internet gesucht.

Getränke & Verpackung 

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Frischhaltefolie
Aufbewahrungsdosen
Einwegplastikflaschen
Glas- und Mehrwegplastikflaschen
(Bevorzugt Wasser aus dem Wasserhahn)

Frühstück

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Müsli (Cornflakes, Zwieback etc. ) Plastikverpackung
Müsli selber zusammenmischen oder backen oder Supermarkt finden wo man sich das Müsli selbst abfüllen kann
(Toast)Brot
Anscheinend gibt es für Toast keine Alternative ohne Plastik außer Brot.
Wenn man Brot nicht schneiden lässt bekommt man es in Papiertüten.

Milchprodukte 

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Milchtüten
Milchflaschen
Joghurtbecher
Joghurtgläser
Frischkäse
Keine Alternative gefunden
Butterpapier (Besteht das zum größten Teil wirklich aus Plastik?)
Butter selber machen

Wurst und Käse 

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Plastiktüten und Verpackung
Supermarkt finden, wo man Wurst & Käse entweder in Papiertüten kaufen kann oder seine eigenen Behälter mitbringen kann

Obst & Gemüse

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Verpackungsmaterial von Obst und Gemüse
Obst und Gemüse einzeln kaufen, im Supermarkt oder im Gemüseabo (werden dort auch unverpackt geliefert)

Süßigkeiten

Was vermieden werden soll :
Alternativen:
Schokoladenverpackung
Schwierig, da alles noch einmal extra eingepackt wird
Verpackung von Chips, Salzstangen o.Ä.  
Chips selbst herstellen?
Keksverpackung
Kekse in Dosen kaufen oder selber Backen



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen